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6. Oktober 2008: SPD will Kreisabfallwirtschaft als kundennahen Dienstleister

Einen Antrag zur Fortführung der Entwicklung der Kreisabfallwirtschaft des Landkreises Northeim zu einem bürgernahen Dienstleister hat jetzt die SPD-Kreistagsfraktion eingebracht. Ihr Sprecher Peter Traupe weißt darauf hin, dass der kommunale Eigenbetrieb Kreisabfallwirtschaft Northeim sich bei der Entsorgung des Rohstoffes Papier wegen der zu erlösenden Erträge in einem Wettbewerb mit einem privaten Entsorger befindet. Eine weitere Wettbewerbssituation, ebenfalls wegen zu erlösender Erträge, ist bei Metallen entstanden, die noch vor der ordnungsgemäßen Abfuhr im Rahmen der Sperrmüllentsorgung von so genannten „Sperrmüllsammlern“ dem Eigenbetrieb entzogen werden. Mit fortschreitend entwickelter Technik sei nicht auszuschließen, so der Einbecker Kreistagsabgeordnete, daß weitere Abfälle und Reststoffe im Wege der Kreislaufwirtschaft einen erlösbaren Wert erhalten und ebenfalls ein entsprechender Wettbewerb um sie stattfinden könnte.
Peter Traupe ist davon überzeugt, daß die Entwicklung zu einem von den Menschen im Landkreis anerkannten bürgerfreundlichen Dienstleister konsequent fortgeführt werden muß, wenn sich der Eigenbetrieb Kreisabfallwirtschaft dieser Herausforderung nachhaltig stellen will. Aus Sicht der SPD-Fraktion stellen sich beispielsweise derzeit folgende Szenarien dar:
• Der Eigenbetrieb hat sich mit hoher Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Herausforderung der Papiersammlung gestellt. Eine Initiative zur Abfuhr von Papier von Gewerbebetrieben wurde von der SPD ins Gespräch gebracht.
• Jetzt besteht aufgrund einer Initiative der SPD die Möglichkeit, Sperrmüll auf der Deponie in Blankenhagen sowie allen Bauabfalldeponien selbst anzuliefern, damit kann auch der Entzug von Metall durch nicht befugte Personen reduziert werden. Leider berichten vereinzelt Bürgerinnen und Bürger von unerquicklichen Diskussionen mit dem Deponiepersonal über Art und Umfang des angelieferten Sperrmülls.
• Der Eigenbetrieb ist umfassend in der Abfallentsorgung tätig, bspw. auch beim sogenannten Grünmüll. Wünschenswert wäre, die gelegentliche Mitnahme über die Tonne hinaus überzähligen Grünmülls ohne große Diskussion zu gewährleisten.
Aufgrund der Art und Weise der persönlichen Ansprache sowie des Angebotes soll es für die Menschen im Landkreis Northeim eine Selbstverständlichkeit sein, die vielfältigen Dienstleistungen des Eigenbetriebes mit kompetentem und motiviertem Personal jederzeit gern in Anspruch zu nehmen. Die SPD geht deshalb davon aus, daß die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen an einer ständigen Weiterentwicklung des Betriebes zu einem bürgerfreundlichen und damit konkurrenzfähigem Dienstleister interessiert sind. Eine Änderung der Gesellschaftsform oder tarifliche Nachteile für die Beschäftigten kommen für uns nicht in Betracht, betont Traupe, wir setzen auf die Bereitschaft aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Erreichung dieses Zieles.
Die SPD bringt als ersten Arbeitsschritt eine Umfrage zur Kundenzufriedenheit ins Gespräch, ein in Deutschland von öffentlichen wie privaten Entsorgern bereits häufig praktiziertes Verfahren. Außerdem drängt sie in ihrem Antrag auf Lösungen, wie beispielsweise dem illegalen Entzug von Metall aus dem Sperrmüll entgegengewirkt werden kann.

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