Die SPD-Kreistagsfraktion im Landkreis Northeim möchte den aktuellen Stand des
Hitzeschutzes in den kreiseigenen Schulen und Verwaltungsgebäuden in den Blick nehmen.
Mit einer Anfrage an die Landrätin soll zunächst geklärt werden, welche Maßnahmen bereits
umgesetzt wurden, wo noch Handlungsbedarf besteht und welche weiteren Maßnahmen in
den kommenden Jahren erforderlich sein könnten.

Dabei geht es der SPD ausdrücklich nicht nur um bauliche Maßnahmen. Neben Sonnenschutz,
Verschattung, Begrünung oder technischen Lösungen sollen auch organisatorische und
sonstige Maßnahmen betrachtet werden. Dazu gehören beispielsweise Lüftungs- und
Nutzungskonzepte, Regelungen für den Umgang mit besonders belastenden Hitzeperioden
sowie Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen.

„Hitzeperioden werden häufiger und intensiver. Deshalb müssen wir wissen, wie gut unsere
kreiseigenen Gebäude auf diese Entwicklung vorbereitet sind und wo es noch Defizite gibt“,
erklärt Uwe Schwarz, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. „Mit unserer Anfrage wollen wir
zunächst eine belastbare Faktenlage schaffen. Erst wenn wir wissen, was bereits getan wurde,
wo der größte Handlungsbedarf besteht und welche Kosten mit möglichen Maßnahmen
verbunden sind, können wir sinnvoll über weitere Schritte entscheiden.“

Die SPD-Kreistagsfraktion wird die Antworten der Landrätin anschließend sorgfältig auswerten.
Dabei sollen insbesondere der Handlungsbedarf an den einzelnen Standorten, mögliche
Prioritäten sowie der zu erwartende finanzielle Aufwand betrachtet werden.
„Wenn die Ergebnisse zeigen, dass weitere Investitionen notwendig sind, werden wir daraus
konkrete politische Konsequenzen ziehen. Dazu kann auch ein Antrag für die
Haushaltsberatungen 2027 gehören, mit dem entsprechende Maßnahmen finanziell auf den
Weg gebracht werden“, so Schwarz weiter. „Wir wollen dabei nicht vorschnell Maßnahmen
versprechen, sondern zunächst eine solide Grundlage schaffen und anschließend auf dieser
Basis entscheiden.“

Die SPD-Kreistagsfraktion sieht beim Hitzeschutz darüber hinaus eine gesamtgesellschaftliche
Verantwortung. Gerade Einrichtungen, in denen besonders schutzbedürftige Menschen leben
oder betreut werden, sind von hohen Temperaturen besonders betroffen.

Gleichzeitig appelliert die SPD-Kreistagsfraktion daher auch an die Träger von Einrichtungen
mit besonders schutzbedürftigen Menschen, dem Hitzeschutz einen hohen Stellenwert
einzuräumen. Dies gilt insbesondere für Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser sowie weitere
Einrichtungen, in denen vulnerable Personengruppen betreut werden. Gerade dort sind
wirksame bauliche, technische und organisatorische Hitzeschutzmaßnahmen von besonderer
Bedeutung, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Betroffenen zu schützen.