Die Situation rund um überfüllte Altkleidercontainer beschäftigt die SPD-Kreistagsfraktion Northeim erneut. Im Februar hatte die Fraktion, das Thema in einem Antrag aufgegriffen, nun zeigen Hinweise aus der Bevölkerung sowie aktuelle Presseberichte, dass sich die Lage an einzelnen Standorten wieder verschärft hat. „Nach unserem Antrag hat die Kreisverwaltung gemeinsam mit dem beauftragten Entsorgungsunternehmen reagiert und unter anderem die Leerungsintervalle angepasst. Das hat zunächst zu einer spürbaren Entlastung geführt. Daher ist es uns wichtig die Situation weiter im Blick zu behalten und erneut nachzusteuern, wo dies erforderlich ist", so Fraktionsvorsitzender Uwe Schwarz.

Uwe Schwarz
Uwe Schwarz

Aus verschiedenen Städten und Gemeinden erreichen die Fraktion derzeit erneut Meldungen über überfüllte Container sowie Altkleider und andere Abfälle, die neben den
Sammelcontainern abgelegt werden. Dies beeinträchtigt nicht nur das Ortsbild, sondern verursacht auch zusätzlichen Reinigungsaufwand und führt zunehmend zu Unmut bei den
Menschen vor Ort.


Mit ihrer aktuellen Anfrage an die Kreisverwaltung möchte die SPD-Fraktion daher ein aktuelles Lagebild erhalten. Unter anderem soll Auskunft darüber gegeben werden, an welchen Standorten weiterhin Probleme bestehen, wie sich die Sammelmengen entwickelt haben und ob die inzwischen erhöhten Leerungsfrequenzen weiterhin ausreichen. Außerdem soll geprüft werden, ob zusätzliche Container oder eine veränderte Verteilung der Standorte
dazu beitragen können, die Belastung einzelner Stellplätze zu verringern. „Uns ist bewusst, dass die Ursachen vielfach außerhalb unseres Landkreises liegen", so Adrian Kühn, Fraktionsgeschäftsführer und Mitglied des Abfallwirtschaftsauschusses. „Der Rückzug vieler privater Sammler, der schwierige Markt für Alttextilien und die Folgen von Fast-Fashion stellen die gesamte Branche vor große Herausforderungen. Dennoch erwarten die Menschen zu Recht, dass die Situation vor Ort so gut wie möglich organisiert wird."
Auch wenn auf Bundes- und Europaebene inzwischen mit der Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung wichtige Weichen gestellt wurden, wird deren Umsetzung noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Bis dahin muss gemeinsam mit der Kreisabfallwirtschaft und dem beauftragten Unternehmen möglichst dafür gesorgt werden, die Sammelstrukturen funktionsfähig zu halten und Beeinträchtigungen für Städte und Gemeinden so weit wie möglich zu vermeiden.