Die Weichen für einen verlässlichen und handlungsfähigen Katastrophenschutz im Landkreis Northeim sind gestellt. Nach dem Beschluss des Kreistages, ein modernes Multifunktionszentrum Bevölkerungsschutz (MFZ) zu errichten, steht jetzt die Zwischenlösung für den Krisenstab fest. Die SPD-Kreistagsfraktion Northeim begrüßt ausdrücklich die geplante Übergangslösung an der Erich-Kästner-Schule (EKS).
„Der Brand- und Katastrophenschutz duldet keinen Aufschub und keine organisatorischen Lücken“, betont der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Uwe Schwarz. „Bis das neue Multifunktionszentrum fertiggestellt und voll einsatzbereit ist, benötigen unsere Einsatzkräfte eine hochfunktionale, sichere und sofort verfügbare Infrastruktur. Die Einrichtung des Stabsraums an der Erich-Kästner-Schule ist unter Berücksichtigung aller fachlichen Anforderungen die wirtschaftlich und logistisch sinnvollste Lösung.

Die Übergangslösung erfüllt alle Kriterien für die Arbeit eines Katastrophenschutzstabes in Krisenlagen. Für die Herrichtung der Räumlichkeiten sind Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 1,35 Millionen Euro vorgesehen, einschließlich Medien-, Funk- und Kommunikationstechnik, sowie Möblierung des Stabsraums.
Uwe Schwarz hebt dabei die Nachhaltigkeit der Planung hervor: „Besonders wichtig ist uns als SPD-Fraktion, dass das investierte Geld zukunftssicher angelegt ist. Die Beschaffungen im Bereich der IT-, Medien- und Funktechnik sind so konzipiert, dass sie nach der Übergangsphase eins zu eins in den Neubau des MFZ übernommen und dort weitergenutzt werden können. Es entstehen hier somit auch keine doppelten Kosten.“

Die Finanzierung der Maßnahmen ist außerdem über Haushaltsreste aus dem Haushaltsjahr 2025 vollständig gesichert, sodass der laufende Etat nicht zusätzlich belastet wird. Die Umsetzung der baulichen und technischen Maßnahmen soll mit höchster Priorität vorangetrieben und bis zum 31.12.2026 abgeschlossen werden.
Großen Wert legt die SPD-Kreistagsfraktion zudem auf die Einbindung der Beteiligten vor Ort. Die Schulleitung der Erich-Kästner-Schule wurde bereits im Rahmen eines Vor-Ort-Termins umfassend informiert; die Information der Elternschaft erfolgt unmittelbar nach der finalen Beschlussfassung im Kreisausschuss.

„Unsere Landrätin Astrid Klinkert-Kittel hatte in der Kreistagssitzung am 17.4.2026 deutlich gemacht, dass unabhängig davon, ob ein Katastrophenschutzzentrum privat oder in Eigenregie errichtet wird, eine Übergangslösung notwendig ist und dass sie eine solche Lösung noch vor den Sommerferien vorlegen werde. “Mit der jetzigen Entscheidung hat die Landrätin nicht nur Wort gehalten, sondern wir stärken den Bevölkerungsschutz im Landkreis Northeim proaktiv und sichern die Einsatzfähigkeit unseres Stabes für die kommenden Jahre lückenlos ab“, so SPD-Fraktionschef Uwe Schwarz abschließend.