ÖPNV muss zügiger barrierefrei werden

 

SPD-Fraktionsvorsitzender Simon Hartmann

 

Die Gruppe SPD/Grüne im Kreistag des Landkreises Northeim hat beantragt, dass Landrätin Astrid Klinkert-Kittel beim Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen auf die zügige Umsetzung der Maßnahmen des neuen Nahverkehrsplanes zur Barrierefreiheit im Öffentlichen Personennahverkehr hinzuwirkt.

 

Zur Begründung führt der SPD-Fraktionsvorsitzende Simon Hartmann aus Northeim aus, dass etliche Menschen im Landkreis Northeim auf Hilfsmittel wie Rollatoren und Rollstühle, auch elektrische Rollstühle, angewiesen seien. Sie gelangen laut Hartmann oft mit diesen Hilfsmitteln nicht in Busse, weil Fahrzeuge und/oder Haltestellen nicht entsprechend ausgestattet sind. Es komme auch vor, dass die Betroffenen auf Bahnhöfen vor defekten Fahrstühlen stehen und niemand erreichbar ist, der ihnen helfen könne.

 

SPD-Kreistagsabgeordneter Peter Traupe

Ebenso stellen die ausgehängten Fahrpläne oft ein Problem für ältere und beeinträchtigte Menschen dar, betont der SPD-Kreistagsabgeordnete Peter Traupe aus Einbeck. Von der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus sei darauf hingewiesen worden, dass die Schrift viel zu klein, die Fahrpläne in der Systematik oft nicht verständlich und außerdem durch beschlagene Schutzfolien oft gar nicht lesbar sei, so Traupe, deshalb werde man sich des Themas annehmen.

Der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Johannes Antpöhler aus Heckenbeck betont, dass der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen als Aufgabenträger für den ÖPNV gefordert sei, hier umgehend auf Abhilfe hinzuwirken. Ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen stellen einen nicht unwesentlichen Anteil an unserer Bevölkerung dar, so Antpöhler. Gerade in einem Flächenlandkreis sind sie auf einen funktionierenden und in allen Belangen barrierefreien ÖPNV angewiesen, um so lange wie möglich eigenverantwortlich ihre Belange wahrnehmen zu können. In diesem Sinne werde die Landrätin gebeten, im Rahmen der vorgesehenen Maßnahmen auf eine forcierte Beachtung ihrer Interessen hinzuwirken.

 

 


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