SPD im Lukas-Werk: Therapeutische und präventive Arbeit unersetzlich

 
 

Im Rahmen ihrer Bereisungen hat die SPD-Fraktion im Kreistag des Landkreises Northeim jüngst das Lukas-Werk Gesundheitsdienste gGmbH am Northeimer Scharnhorstplatz besucht, um sich einen Einblick in das vielfältige Angebot dieser Einrichtung zu verschaffen.

 
 

Einrichtungsleiter Michael Ortscheid gab einen kurzen Überblick über die Geschichte der Fachambulanz und erörterte zusammen mit seinen Mitarbeitenden Elisabeth Neuger, Isabelle Ilsemann und Stefan Jagonak die verschiedenen Leistungsangebote.

Im Jahr 1993 wurde die Fachambulanz gegründet und bot zunächst Beratung und ambulante Suchtbehandlung für Menschen mit problematischem Konsumverhalten in Bezug auf legale Suchtstoffe an. Die Räumlichkeiten befanden sich seinerzeit noch im Schlachthausweg. Bereits 1994 und 1995 wurden Außenstellen in Uslar und Einbeck installiert, um dem Bedarf im Flächenlandkreis besser gerecht werden zu können. Im Jahre 2002 wurde das Beratungs- und Behandlungsangebot auf illegale Suchtmittel ausgeweitet, und seit 2008 ergänzt das Angebot des Ambulant Betreuten Wohnens den Leistungskatalog.

Ebenfalls 2008 erfolgte der Umzug in die Räumlichkeiten am Scharnhorstplatz, verbunden mit dem Angebot der Tagesklinik für Patientinnen und Patienten, die von einer Abhängigkeit von legalen oder illegalen Suchtmitteln betroffen sind. Die Tagesklinik bietet zwölf Behandlungsplätze und ein intensives Behandlungsprogramm an sechs Tagen in der Woche, von montags bis freitags. Die Besonderheit dieser ganztägig ambulanten Rehabilitation liegt darin, dass die Patienten morgens in die Einrichtung kommen und nachmittags wieder in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren, somit eine enge Kopplung zwischen Behandlung und Alltag möglich ist, was dem Ziel, zukünftig den Alltag ohne Suchtmittel zu gestalten, sehr förderlich ist.

Seit 2011 führt das Lukas-Werk zudem im Auftrage des Landkreises das Alkoholpräventionsprojekt „HaLT – Hart am Limit“ durch im Zuge dessen zwei Mitarbeitende hauptsächlich – aber nicht nur – in Schulen wichtige vorbeugende und aufklärerische Arbeit bzgl. riskanten Alkoholkonsums leisten. Dies geschieht häufig auch in Kooperation mit Netzwerkpartnern wie z. B. dem erzieherischen Kinder- und Jugendschutz des Landkreises, dem Präventionsteam der Polizeiinspektion Northeim/Osterode und der Schulsozialarbeit. Darüber hinaus ist das Lukas-Werk noch in den Bereichen der Vorbereitung auf die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) nach Führerscheinverlust auf Grund Suchtmittelkonsums, in der betrieblichen Gesundheitsförderung, der Raucherentwöhnung und der Förderung der Selbsthilfe aktiv.

Im Jahr 2017 habe es insgesamt knapp 1200 Beratungskontakte gegeben bei 554 Klientinnen und Klienten. Die größte Rolle spiele weiterhin die Alkoholproblematik, wegen der ca. 70-75 % Ratsuchenden den Kontakt suchten, gefolgt von illegalen Drogen, Medikamenten und pathologischem Glücksspiel.

Michael Ortscheid wies auf die langjährige gute und tragfähige Beziehung zum Landkreis hin, was sich immer wieder im vertrauensvollen Kontakt zur Ausgestaltung der einzelnen Leistungen widerspiegele, z. B. Beratung, Ambulant Betreutes Wohnen und Prävention. Diese Verlässlichkeit sei in Zeiten neuer Herausforderungen besonders bedeutsam, die sowohl organisatorische als auch inhaltliche Bereiche beträfen. So sei die Besetzung von Stellen auf Grund des Fachkräftemangels teilweise schwierig, und inhaltlich spielten Fragen des Mischkonsums, synthetische Drogen und auch Phänomene wie die übersteigerte Nutzung digitaler Medien eine zunehmend größere Rolle.

Für die SPD-Fraktion bedankte sich der Vorsitzende Uwe Schwarz MdL für die ausführliche Darstellung. Er hob die Bedeutung des Lukas-Werk für die diversen beratenden, therapeutischen und präventiven Angebote im Landkreis Northeim hervor und betonte, dass die SPD diese im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch weiter unterstützen werde.

 

 


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