SPD und Grüne für attraktives Kinderbetreuungsangebot - Anliegen der Tagespflegepersonen ernst nehmen

 
 

Mit großem Interesse hat die Gruppe SPD/Grüne im Kreistag die 4. Fortschreibung des Bedarfsplanes zur Kindertagesbetreuung im Landkreis Northeim begleitet. Wie die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Christina Münder aus Northeim in der jüngsten Sitzung des Kreistages ausführte, gäbe es immer noch einige Engpässe in der Versorgung mit Plätzen in Kindertagesstätten, die aber laut Kreisverwaltung erkannt und abgebaut würden.

 

In diesem Zusammenhang sprach sich die Northeimer Kreistagsabgeordnete dafür aus, Engpässe in den künftigen Fortschreibungen künftig deutlicher zu benennen und für die Kreistagsmitglieder damit schneller erkennbar zu formulieren.

Münder betonte außerdem den weiter bestehenden demografischen Wandel im Landkreis mit dem Ergebnis, dass es viel zu wenige junge Menschen in der Region gäbe. Hier sei Politik in der Pflicht, den Landkreis durch ein attraktives Angebot an Kindertagesstättenplätzen für Familien attraktiv zu gestalten. Dazu gehöre eine Fortführung der von der Niedersächsischen Landesregierung geförderten Programme wie die Sprachförderung, auch gerade für Kinder mit Fluchterfahrung und wenig oder keinen Deutschkenntnissen sowie die Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen für zusätzliche Fach- und Betreuungskräfte. Ebenso gehöre die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Beeinträchtigung weiter zum Angebot im Landkreis.

Die grüne Kreistagsabgeordnete Karoline Otte stellte heraus wie wichtig die bisherige Arbeit der rot-grünen Landesregierung war, um das Angebot insbesondere an Krippenplätzen auch im ländlichen Raum zu erweitern. Hier müsse ab November, nach der Landtagswahl, angeknüpft werden und noch mehr Geld müsse vom Land in die Kommunen fließen, um den quantitativen, sowie qualitativen Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten weiter voranzutreiben. „Denn eine gute Kinderbetreuung für alle ist der Grundstein für mehr Bildungsgerechtigkeit“, so Karoline Otte.

 

Auf Wünsche der Tagespflegepersonen (früher umgangssprachlich Tagesmütter und -väter) wies in der Kreistagssitzung der Einbecker Kreistagsabgeordnete Peter Traupe hin. Er sprach sich dafür aus, dass man die Anliegen vorbehaltlos im Kreis der Fraktionen gemeinsam berate. Sicherlich, so Traupe, werden nicht alle Wünsche realisierbar sein, aber da wo möglich, wolle man als rot-grüne Kreistagsgruppe durchaus zu einer Verbesserung der Situation der derzeit 103 Tagespflegepersonen im Landkreis beitragen.

 

 


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